Rotationsformen von Kunststoffen , allgemein bekannt als Rotationsformen, ist ein einzigartiges Herstellungsverfahren, das eine beispiellose Flexibilität für die Herstellung großer, hohler und strukturell stabiler Teile bietet. Von industriellen Chemietanks bis hin zu komplexen Automobilluftkanälen ist Rotationsformen oft die kostengünstigste Lösung für die Produktion kleiner bis mittlerer Stückzahlen. Um jedoch die Vorteile dieses Prozesses zu maximieren, müssen Ingenieure bestimmte Konstruktionsprinzipien einhalten, die dem drucklosen Charakter des Formzyklus Rechnung tragen.
Im Gegensatz zum Spritzgießen, bei dem geschmolzener Kunststoff durch hohen Druck in einen Hohlraum gedrückt wird, handelt es sich beim Rotationsformen um einen thermischen Prozess. Dabei werden Wärme und biaxiale Rotation (Drehen um zwei Achsen) verwendet, um die Innenseite einer Form mit Kunststoffharz zu beschichten.
In einer Rotationsformmaschine wird die Form mit einer präzisen Menge pulverförmigen Harzes gefüllt, typischerweise linearem Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE). Während die Form in einem Ofen rotiert, fällt das Pulver, klebt an den heißen Wänden und schmilzt Schicht für Schicht.
Während Kunststoff beim Abkühlen schrumpft und sich dadurch leichter aus der Form lösen lässt, sind Formschrägen dennoch wichtig, um Oberflächenschäden zu verhindern und einen reibungslosen Produktionszyklus sicherzustellen.
Beim Übergang von einer einfachen Kunststoffschale zu einer leistungsstarken Industriekomponente müssen sich Designer auf die strukturelle Optimierung konzentrieren.
Einer der bedeutendsten Vorteile des Rotationsformens ist die Möglichkeit, über große Oberflächen hinweg eine relativ gleichmäßige Wandstärke aufrechtzuerhalten.
Da rotationsgeformte Teile hohl sind, können große flache Platten anfällig für Verformungen sein, ein Phänomen, das als Oil-Canning bekannt ist.
Bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Fertigungsmethoden ist es wichtig, Werkzeugkosten, Produktionsgeschwindigkeit und Designflexibilität zu vergleichen.
| Funktion | Rotationsformen | Spritzguss | Blasformen |
|---|---|---|---|
| Werkzeuginvestition | Niedrig bis mittel | Sehr hoch | Mäßig bis hoch |
| Wandstärke | Einheitlich und anpassbar | Variabel und fest | Oft uneinheitlich |
| Materialoptionen | Hauptsächlich Polyethylen | Große Auswahl an Polymeren | Beschränkt auf HDPE/PP |
| Teilegeometrie | Groß, komplex, hohl | Klein bis mittel, solide | Hohle, einfache Formen |
| Typische Vorlaufzeit | 4 bis 10 Wochen | 12 bis 24 Wochen | 8 bis 14 Wochen |
Rotomolding ist für seine Größe bekannt. Einige Maschinen können Formen für Tanks mit einem Fassungsvermögen von über 50.000 Litern verarbeiten. Die Grenze wird im Allgemeinen durch die Größe des Ofens und die Tragfähigkeit der Maschinenarme bestimmt.
Ja. Im Gegensatz zum Spritzgießen, bei dem die Dicke durch den Formhohlraum bestimmt wird, wird die Dicke beim Rotationsformen durch die der Form hinzugefügte Harzmenge gesteuert. Sie können die Wandstärke eines Teils erhöhen oder verringern, ohne das Werkzeug zu wechseln.
Logos können direkt in die Form eingearbeitet werden, um einen dauerhaften erhabenen oder vertieften Effekt zu erzielen. Alternativ können spezielle Grafiken, sogenannte In-Mold-Grafiken, auf die Formoberfläche aufgebracht und während des Erhitzungszyklus mit dem Kunststoff verschmolzen werden.