Nachricht

Heim / Nachricht / Branchennachrichten / Wie verbessern Aquakulturfässer die Wasserqualität in der Fischzucht?

Wie verbessern Aquakulturfässer die Wasserqualität in der Fischzucht?

Die Wasserqualität ist das Rückgrat eines erfolgreichen Aquakulturbetriebs. Ohne eine ordnungsgemäße Verwaltung der Wasserparameter wie Ammoniakgehalt, Sauerstoffgehalt und Abfallansammlung kann die Fischzucht schnell nicht mehr nachhaltig sein und sich nachteilig auf die Gesundheit der Fische auswirken. Aquakulturfässer , die speziell für die Bewirtschaftung und Verbesserung der Wasserqualität entwickelt wurden, sind entscheidende Instrumente zur Gewährleistung einer gesunden und blühenden Wasserumgebung. Diese Fässer spielen mehrere Rollen, von der Filterung von Abfällen über die Erhöhung des Sauerstoffgehalts bis hin zur Aufrechterhaltung stabiler Wassertemperaturen.


1. Effizientes Abfallmanagement

Eine der größten Herausforderungen in der Fischzucht ist die Bewältigung der großen Mengen an Abfall, der von den Fischen erzeugt wird, einschließlich Kot und Futterresten. Wenn organische Abfälle nicht kontrolliert werden, zersetzen sie sich und setzen schädliche Verbindungen wie Ammoniak, Nitrite und Nitrate frei, die die Wasserqualität erheblich beeinträchtigen und den Fischen schaden können. Hohe Ammoniakwerte sind besonders gefährlich, da sie bei Fischen zu Atemwegserkrankungen und sogar zum Tod führen können.

Aquakulturfässer helfen, dieses Problem zu mildern, indem sie als Abfallsammel- und Filtereinheiten dienen. Viele dieser Fässer verfügen über mechanische Filter, die feste Abfälle auffangen, sowie biologische Filter, die schädliche Substanzen abbauen. Biologische Filter nutzen typischerweise nützliche Bakterien, die Ammoniak in Nitrite und anschließend Nitrite in Nitrate umwandeln, eine viel weniger toxische Verbindung. Obwohl Nitrate noch kontrolliert werden müssen, ist ihre Konzentration im Wasser für Fische deutlich weniger schädlich als Ammoniak oder Nitrite.

Durch das Sammeln und Verarbeiten von Abfällen, bevor diese das Wasser verschmutzen, tragen Aquakulturfässer dazu bei, die Wasserbedingungen stabil zu halten und die Ansammlung von Giftstoffen zu verhindern, die zu schlechter Fischgesundheit, verringerten Wachstumsraten oder Krankheitsausbrüchen führen können. Dieser Prozess sorgt nicht nur für das Wohlbefinden der Fische, sondern reduziert auch die Notwendigkeit häufiger Wasserwechsel, die arbeitsintensiv und teuer sein können.


2. Sauerstoffversorgung und Belüftung

Sauerstoff ist ein entscheidender Bestandteil der Wasserqualität in Aquakultursystemen. Fische sind für die Atmung auf gelösten Sauerstoff angewiesen, und ohne ausreichenden Sauerstoffgehalt können sie gestresst und krank werden und gedeihen nicht mehr. In Aquakultursystemen mit hoher Dichte, in denen viele Fische auf engstem Raum gehalten werden, kann der Sauerstoffbedarf die natürliche Sauerstoffnachschubrate bei weitem übersteigen. Ein niedriger Sauerstoffgehalt kann zu schlechtem Fressverhalten, Wachstumsstörungen und erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Parasiten führen.

Aquakulturfässer tragen durch Belüftungs- und Sauerstoffanreicherungssysteme zur Aufrechterhaltung eines optimalen Sauerstoffgehalts bei. Zu diesen Fässern gehören häufig Luftpumpen, Diffusoren oder Wasserpumpen, die die Wasserzirkulation erhöhen und Sauerstoff in das System einbringen. Eine ordnungsgemäße Belüftung ist wichtig, um Hypoxie (niedriger Sauerstoffgehalt) vorzubeugen und sicherzustellen, dass die Fische genügend Sauerstoff zum Gedeihen haben.

Die Belüftung kommt nicht nur direkt den Fischen zugute, sondern trägt auch dazu bei, die Effizienz des biologischen Filterprozesses aufrechtzuerhalten. Die nützlichen Bakterien in Biofiltern benötigen Sauerstoff, um Ammoniak und Nitrite in weniger giftige Substanzen umzuwandeln. Durch die Sauerstoffanreicherung des Wassers unterstützen Aquakulturfässer daher auch die Abfallverarbeitung. Die kontinuierliche Bewegung des Wassers sorgt dafür, dass der Sauerstoff gleichmäßig im System verteilt wird, wodurch Stagnationszonen vermieden werden und sichergestellt wird, dass alle Bereiche des Tanks ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Funktion Aquakulturfass mit Belüftung Traditionelle Systeme
Sauerstoffversorgung Kontinuierliche Sauerstoffversorgung, auch in Umgebungen mit hoher Dichte In Zonen mit geringem Durchfluss kann es zu Sauerstoffmangel kommen
Wasserzirkulation Verbessert die Durchblutung und sorgt für eine gleichmäßige Sauerstoffverteilung Begrenzte Auflage, was zu Stagnation führt
Effizienz der Filtration Die Belüftung unterstützt die Biofilteraktivität und verbessert die Abfallzerlegung Die Effizienz des Biofilters nimmt bei niedrigem Sauerstoffgehalt ab
Erhaltung der Fischgesundheit Verhindert Hypoxie und damit verbundenen Stress Hohes Risiko eines Sauerstoffmangels, der zu Stress führt
Energieverbrauch Energieeffiziente Belüftungssysteme Möglicherweise ist mehr Leistung erforderlich, um das Wasser effektiv umzuwälzen


3. Reduzierung des Ammoniak- und Nitritspiegels

Ammoniak und Nitrite, Nebenprodukte von Fischabfällen, sind bereits in relativ geringen Konzentrationen giftig für Fische. Ammoniak kann beispielsweise die Kiemen der Fische reizen und zu Atemnot und sogar zum Tod führen. In einem schlecht verwalteten System kann die Anreicherung von Ammoniak und Nitriten schnell zu tödlichen Konzentrationen führen, insbesondere in Aquakulturanlagen mit hoher Dichte.

Aquakulturfässer, die mit biologischen Filtersystemen ausgestattet sind, sind bei der Lösung dieser Probleme besonders wirksam. Diese Systeme beherbergen nützliche Bakterien, die beim Abbau von Ammoniak und Nitriten helfen. Der Prozess beginnt mit Nitrosomonas Bakterien, die Ammoniak in Nitrite umwandeln, die ebenfalls giftig sind. Als nächstes Nitrobacter Bakterien wandeln Nitrite in Nitrat um, eine für die Fische weitaus weniger schädliche Substanz.

Obwohl Nitrate noch kontrolliert werden müssen (da hohe Nitratwerte Probleme wie Algenblüten verursachen können), sind sie weitaus weniger giftig als Ammoniak oder Nitrite. Mit Biofiltern ausgestattete Aquakulturfässer reduzieren kontinuierlich die schädlichen Ammoniak- und Nitritwerte und tragen so dazu bei, eine stabile, gesunde Wasserumgebung für die Fische zu schaffen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Wasserqualität hoch bleibt und die Fische gedeihen können, ohne dass die Gefahr toxischer Ablagerungen besteht.


4. Temperaturregulierung

Die Wassertemperatur spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel, das Fressverhalten und die allgemeine Gesundheit der Fische. Verschiedene Fischarten haben optimale Temperaturbereiche und ein Abweichen von diesem Bereich kann zu Stress, langsamem Wachstum oder sogar zum Tod führen. Auch plötzliche Temperaturschwankungen können das Immunsystem der Fische schwächen und sie dadurch anfälliger für Krankheiten machen.

Aquakulturfässer, insbesondere solche, die in Kreislaufaquakultursystemen (RAS) verwendet werden, tragen zur Aufrechterhaltung stabiler Wassertemperaturen bei. Diese Systeme können mit Heizgeräten, Kühlgeräten oder sogar isolierten Fässern ausgestattet werden, um die Temperatur zu regulieren und plötzliche Änderungen zu verhindern. Stabile Temperaturen unterstützen effiziente biologische Prozesse, einschließlich Filtration, Sauerstoffversorgung und die natürlichen Stoffwechselfunktionen der Fische.

Beispielsweise gedeihen bestimmte Arten wie Tilapia in wärmeren Gewässern, während Forellen kühlere Umgebungen bevorzugen. Durch die Kontrolle der Wassertemperatur stellen Aquakulturfässer sicher, dass die Fische in ihrem bevorzugten Verbreitungsgebiet bleiben, wodurch die Wachstumsraten verbessert, die Immunfunktion gestärkt und das Fressverhalten verbessert werden. Darüber hinaus trägt die Aufrechterhaltung konstanter Temperaturbedingungen dazu bei, stressbedingten Krankheiten vorzubeugen und die Gesamteffizienz des landwirtschaftlichen Betriebs zu verbessern.


5. Verbesserte Wasserzirkulation

Eine effektive Wasserzirkulation ist für eine gute Wasserqualität in Aquakultursystemen unerlässlich. Eine schlechte Zirkulation kann zu stagnierenden Zonen führen, in denen sich Abfall und organische Stoffe ansammeln, wodurch verschmutztes Wasser entsteht, das den Fischen schaden kann. Darüber hinaus kann eine unzureichende Durchblutung zu einer ungleichmäßigen Sauerstoffverteilung führen, was in einigen Teilen des Systems zu einem niedrigen Sauerstoffgehalt führen und zu Stress und Fischsterben führen kann.

Mit Pumpen oder Lufthebesystemen ausgestattete Aquakulturfässer tragen dazu bei, dass das Wasser im gesamten System ordnungsgemäß zirkuliert. Diese ständige Wasserbewegung verhindert nicht nur Stagnation, sondern sorgt auch dafür, dass der Abfall zu den Filtereinheiten transportiert wird, wo er verarbeitet werden kann. Die richtige Zirkulation ermöglicht eine bessere Sauerstoffverteilung und eine gleichmäßige Durchmischung der Nährstoffe, was für die Gesundheit der Fische und ein optimales Wachstum wichtig ist.

Durch die Aufrechterhaltung einer guten Wasserzirkulation tragen Aquakulturfässer dazu bei, eine homogene Umgebung für die Fische aufrechtzuerhalten und so das Risiko lokaler Verschmutzung und Sauerstoffmangel zu verringern. Dies ist besonders wichtig in Systemen mit hoher Dichte, in denen die Fische dicht gepackt sind und sich schnell Abfall ansammeln kann.


6. Algenbekämpfung

Übermäßiges Algenwachstum in Aquakultursystemen kann zu einer Reihe von Problemen führen, von verringertem Sauerstoffgehalt und Wassertrübung bis hin zu schädlichen Algenblüten, die Giftstoffe in das Wasser abgeben können. Algen leben von überschüssigen Nährstoffen, insbesondere von Phosphaten und Nitraten, die Nebenprodukte von Fischabfällen sind.

Aquakulturfässer tragen zur Algenbekämpfung bei, indem sie den Nährstoffgehalt durch effiziente Abfallverarbeitung reduzieren. Durch den Einsatz von Biofiltern und mechanischen Filtersystemen entfernen diese Fässer überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser und begrenzen so die Nahrungsquelle für Algen. Darüber hinaus verringern Aquakulturfässer das Risiko einer Nährstoffüberladung, die zu Algenblüten führt, indem sie eine Überfütterung verhindern und eine ordnungsgemäße Abfallbewirtschaftung gewährleisten.

In einigen Systemen können Aquakulturfässer mit ultraviolettem (UV) Licht oder chemischen Behandlungen ausgestattet sein, um Algen direkt zu bekämpfen. UV-Licht hilft dabei, die DNA von Algen abzubauen und verhindert so deren Vermehrung, während chemische Behandlungen zur Bekämpfung bestimmter Algenarten eingesetzt werden können. Diese Maßnahmen tragen in Verbindung mit einem richtigen Nährstoffmanagement dazu bei, das Wasser klar zu halten und die negativen Auswirkungen des Algenwachstums zu reduzieren.


FAQ-Bereich

F1: Welche Arten von Abfällen helfen Aquakulturfässer bei der Bewältigung?
In Aquakulturfässern werden hauptsächlich Fischabfälle wie Fäkalien und Futterreste verarbeitet. Sie helfen dabei, feste Abfälle herauszufiltern und schädliche Verbindungen wie Ammoniak und Nitrite durch biologische Filterung abzubauen.

F2: Können Aquakulturfässer sowohl in Süßwasser- als auch in Meeresumgebungen verwendet werden?
Ja, Aquakulturfässer sind sowohl für Süßwasser- als auch für Meeresumgebungen geeignet. Allerdings können die Materialien und Filtersysteme je nach den spezifischen Anforderungen der Umgebung angepasst werden.

F3: Wie oft sollte ich ein Aquakulturfass reinigen?
Die Häufigkeit der Reinigung hängt von der Größe des Systems und der Fischdichte ab. Im Allgemeinen sollten Fässer regelmäßig (alle paar Wochen oder nach Bedarf) gereinigt werden, um eine optimale Filterung zu gewährleisten und Verstopfungen vorzubeugen.

F4: Erfordern Aquakulturfässer eine besondere Wartung?
Damit die Fässer weiterhin effizient funktionieren, ist eine routinemäßige Wartung erforderlich, einschließlich der Reinigung von Filtern, der Überprüfung auf Schäden und der Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Belüftung. Regelmäßige Inspektionen tragen dazu bei, Systemausfälle zu verhindern und die allgemeine Wasserqualität zu verbessern.


Referenzen

  1. Timmons, M. B. & Ebeling, J. M. (2013). Kreislaufaquakultur . Cayuga Aqua Ventures.
  2. Boyd, C. E. & Tucker, C. S. (2012). Wasserqualität in Aquakultursystemen . Springer Wissenschafts- und Wirtschaftsmedien.
  3. Malone, R. F. & Beecher, J. (2000). Management der Wasserqualität in Aquakultursystemen: Strategien und Technologien . Aquaculture International, 8(5), 433-444.